Monatelang haben wir uns gefreut auf die Ganslfahrt nach Bratislava, und am Montag war es dann endlich so weit. Nachdem uns wegen des niedrigen Wasserpegels der Donau schon zwei Fahrten - Wien-Linz-Wien und Wien-Budapest-Bratislava - abgesagt wurden, waren wir froh, das uns wenigstens diese eine Nacht auf der Donau geblieben ist.
Inge und Franzi haben mir vorige Woche meine Reisepapiere gebracht, aber der Kofferanhänger war nur ein etwas schief geschnittener Zettel - also habe ich mir einen neuen gebastelt, der darf dann auch Weihnachten gleich mitfahren.
Kofferanhänger, selbstgemacht
Ich habe um 09.15 Uhr ein Taxi gerufen, was dieses Mal wirklich schnell geklappt hat und Inge und Franzi abgeholt, dann sind wir gemeinsam nach Nussdorf an die Schiffsanlegestelle gefahren. Wir haben unsere MS Nestroy gleich gesehen und als wir ausgestiegen sind, ist auch die liebe Tante gerade angekommen.
Leider mussten wir über das Sonnendeck zweier anderer Schiffe an Bord der MS Nestroy gehen, glücklicherweise waren aber noch nicht viele Leute da und wir konnten rasch einchecken und natürlich hat man uns an der Rezeption auch gleich wieder erkannt.
Dann sind wir gemeinsam in die Panorama-Lounge gegangen, Dewa und Makram haben uns sofort umarmt und uns freudig begrüßt. Wir haben in unserer Stammloge Platz genommen, aber zuerst nur Mineralwasser bestellt. Dann sind nach und nach die anderen Kellner, Muhammad und Romany gekommen, wir wurden andauernd umarmt und haben viel gemeinsam gelacht. Natürlich hat uns auch Decider, der neue Bordmusiker begrüßt, und ein bisschen mit uns getratscht. Es ist wirklich unserer zweite Familie, unsere Donaufamilie. Inge und Franzi haben Romany dann unser gemeinsames Bild gegeben - und so schnell konnten wir gar nicht schauen, ist eine Flasche Sekt an unserem Tisch gestanden. Darüber haben wir uns sehr gefreut, denn das ist ja nicht selbstverständlich.
Zwischendurch habe ich unsere Landgangskarten gegen unsere Kabinenschlüssel umgetauscht und meine Tasche in die Kabine gebracht und zugesperrt.
Kabine 202
Wir haben einen gemütlichen und schönen Nachmittag verbracht, und viel gelacht und geplaudert, und das eine oder andere Glaserl Sekt getrunken - wie wir es auf der MS Nestroy eben gewohnt sind. Es gab auch den üblichen Light Lunch, den wir uns sehr schmecken haben lassen. Später ist noch einer unserer Kellner gekommen und hat Spaß mit uns gemacht, und auch unser Bild in der Loge aufgehängt.
Unsere erste Flasche Sekt...
Kürbiscreme-Suppe mit Schwarzbrot-Croutons
Meine Desserauswahl
Wir sind sogar schon früher als geplant in Bratislava angekommen, und die Gäste haben sich für den Stadtrundgang bereit gemacht. Wir haben den Ausflug nicht gebucht, wir kennen uns in Bratislava mindestens ebenso gut aus wie in Wien.
Aber so konnte ich dann die Panorama-Bar fotografieren und mir ein bisschen die Füße vertreten.
Die Bar am frühen Nachmittag während der Fahrt
Panorama-Bar
Die Reiseleiter-Ecke
Die Treppe in die unteren Decks...
... und der Lift
So gegen 19.00 Uhr sind wir dann auf unsere Kabinen gegangen und haben uns frischgemacht, umgezogen, aufgehübscht und natürlich auch ausgepackt. Um 19.30 Uhr haben wir uns dann wieder getroffen und sind in's Restaurant gegangen - wir haben uns schon sehr auf das Gansl gefreut.
Wir hatten Tisch Nr. 1 und Osama hat uns zu unserem Tisch gebracht, ganz vorne und für 4 Leute einen großen Sechsertisch. Die Vorspeise stand schon am Tisch - aber wir haben sie nur fotografiert und dann dankend zurückgehen lassen. Osama hat uns dann einen Rotwein aus dem Burgenland empfohlen, den wir dann auch gleich bestellt haben.
Gänseleber-Terrinne mit
glasierten Feigen und Feldsalat
Klassische Ganslsuppe mit Grießnockerl
und Gemüsewürfel
Knuspriges Martinigansl mit Rotkraut,
Erdäpfelknöderl und Bratapfel
Erdäpfelknöderl und Bratapfel
Lebkuchen-Mousse mit Zwetschgensauce
Nach dem Festessen sind wir mit vollen Bäuchen wieder in Panorama-Bar gegangen, unser Loge war schon für uns "reserviert", die Sektgläser sind schon bereit gestanden und unser Bild an der Ablage gestanden. Die Bar hat sich bald gefüllt, und auch die Musik hat dann bald begonnen.
Am Abend hat die liebe Tante dann Sekt und Mineralwasser auf ihre Kabinennummer bestellt, für sie selbst hat sie sich allerdings für eine Virgin Colada ausgesucht.
Wir haben über unseren Weihnachtsurlaub geredet, der Musik gelauscht und Franzi hat auch wieder mitgeschunkelt. Später hat sich Dima ein bisschen zum Tratschen zu uns gesetzt - aber der hat auch so eine unruhige Seele und hält es gerade mal fünf Minuten aus.
Ein schöner Abend
Helga hat sich dann so gegen 23.00 Uhr entschieden zurück in die Kabine zu gehen, wir sind noch etwa eine halbe Stunde länger geblieben. Auf Reisen muss man die Zeit einfach ausnützen, da darf die Nacht auch kürzer sein.
Die liebe Tante ist schon müde
In der Kabine hat dann wieder ein kleines Handtuch-Tier auf uns gewartet, darüber habe ich mich gefreut. Dann habe ich mich abgeschminkt noch ein paar Nachrichten beantwortet und bin ins Bett gegangen.
Das Handtuchtier
Wie immer bin ich in der Schleuse Freudenau aufgewacht, und ich habe schnell ein Foto geschossen um dann selig weiterzuschlummern.
Um 06.50 Uhr bin ich dann aufgestanden, aber leider war der Himmel bewölkt und es gab keinen Sonnenaufgang für mich. Ein paar Fotos habe ich trotzdem noch gemacht, dann habe ich meine Kabinenrechnung bezahlt und die liebe Familie ist gemeinsam frühstücken gegangen.
Schleuse Freudenau
Die Wiener Skyline
Schulschiff Bertha von Suttner
Das Familienfrühstück
Inge und Franzi beim Frühstück
Meine Auswahl, mit meinem geliebten
grünen Tee mit Jasminblüten, serviert von Osama
Selfies, damit es von mir auch ein Bild gibt
Nach dem Frühstück waren wir noch kurz auf der Kabine und dann mussten wir von unserer MS Nestroy auch schon wieder Abschied nehmen. Wir sind bis zum Donaufritzi gebummelt, dort hat Franzi für uns ein Taxi bestellt und wir sind gemeinsam heimgefahren. Zuerst haben wir Inge und Franzi in Meidling abgeladen, ich bin in Favoriten ausgestiegen und Helga hat sich nach Liesing bringen lassen.
Zuhause hat dann mein Krähenpärchen schon auf mich gewartet, ich hatte für sie etwas Speck mit.






























































